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updated 12.09.2011

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Rennbericht zum 1.000 Runden Rennen 2011

 

Am 11. September 2011 fand in Köln Rodenkirchen das 1.000 Runden Rennen statt, welches als Qualifikationsrennen für das im Januar 2012 letztmalig stattfindende 24h Race of Cologne veranstaltet wurde. Die Kartsportfreunde Erftland konnten auch in diesem Jahr wieder einmal auf die Unterstützung ihres Hauptsponsors „premio Reifen und Autoservice“ zählen. Erstmalig kam man anlässlich des Benefizkartrennens im Rahmen des RTL Spendenmarathons 2010 zusammen, gefolgt von einer kurzfristigen Zusage für das 24h Race of Cologne 2011.

Nach erfolgreichen Gesprächen mit „premio“ Mitte diesen Jahres erhielten wir die Zusage für das Qualifying (1000 Runden Rennen), sowie die Zusage für das 24'er im Januar 2012, bei erfolgreicher Qualifikation.Da zukünftig wohl noch weitere Teamrennen unter der Sponsorflagge von „premio“ angedacht sind, durften wir im Vorfeld des 1000 Runden Rennens unser Team mit entsprechenden Kartoveralls ausstatten. Bis auf Grösse XL waren auch alle Overalls pünktlich zum Termin fertig geworden und mit „premio- Logos“ bestickt worden.

Das 5 köpfige Fahrerteam, bestehend aus:

Chris Scheibke (KSF Erft)

Daniel Warwas (KSF Erft)

Charlotte Wilking (VLN und (fast) KSF- Erft...Charlotte hat mittlerweile schon mehrere Rennen für uns bestritten)

Sebastian Breitbach (Bonn Race ID)

Nikita Urgach (Bonn Race ID)

sowie das TC- Team, bestehend aus:

Armin Seul

Tilman Baldauf

Markus Gill

Michael Dahmen

fanden sich pünktlich zum anstehenden Event auf dem „Circuit Cologne“ ein.

Das übliche Prozedere begann... Einschreibung der Teams, TC- briefing, Auslosung der Karts...

Man mag es kaum glauben: wir zogen diesmal nicht das Kart Nr. 5 !!! (Wie denn auch? Die Startnummer (3) war bereits vorgegeben...aber zur obligatorischen Nr. 5 kommen wir später noch...immerhin hatten wir ja schonmal fünf Fahrer... :))

Das Training begann.

Zuerst hatten wir das Gefühl, das Kart läuft nicht sauber...

Wir hatten zwar die Option zu tauschen, aber wir hätten auch nicht mehr zurück tauschen dürfen, falls das zweite Kart noch schlechter gewesen wäre.

 

So gab es also nur 26'er Zeiten am Anfang. Dann fuhren die ersten 3 von 9 Teams in die 25'er Zeiten... Wir konnten zwar anschliessen mit ca. 25,9 / 25,8, aber da waren immer noch einige schneller als wir... Irgendwann rutschte es bei uns wieder in den 26'er Bereich ab. Andere hatten ebenfalls mittlerweile 25'er Zeiten gefahren. Ein späterer Vergleich während des Trainings mit den anderen Teams zeigte jedoch, dass nicht nur wir davon betroffen waren. Fast alle fuhren plötzlich tiefe 26'er Zeiten, von ein/ zwei Ausnahmen abgesehen... Wir haben diskutiert, ob Karttausch oder nicht, haben uns aber dann dafür entschlossen, das Kart zu behalten, da wir in den allgemeinen 26'er Zeiten nicht sooo schlecht unterwegs waren. Eine Minute vor Schluss fuhr Sebastian Breitbach dann die zweitschnellste Trainingszeit für uns raus.

Alles im Lot.

Wir entschieden uns, Sebastian dann auch das Quali fahren zu lassen, was sich im Nachgang als absolut richtige Entscheidung erwies. Sebastian machte es jedoch spannend wie im Krimi...5 Minuten Quali. Sebastian dümpelte mit 25,9 irgendwo im vorderen Schlussfeld auf Platz 7 herum...

Letzte gewertete Runde:

Sebastian beendet das Quali mit einer 25,720 exakt eine Hundertstel Sekunde hinter der Pole Position von Crazy Boys mit 25,710 sec.

Startplatz 2 !!!

Der anschliessende Rennstart erfolgte fliegend... Bereits nach zwei Runden hatten die Topp 6 einen gehörigen Abstand auf Platz 7 herausgefahren. Einige Runden später waren nur noch 5 Fahrer vorneweg, wiederum ein paar Runden später dann nur noch 4... Sebastian klebte am führenden Crazy Boy jedoch wie das sprichwörtliche Pech..

Sogar auf Platz 3 hatten die beiden Streithähne mittlerweile eine handfeste Lücke rausgefahren.

Runde 59.

Aus dem „klebenden Pech“ Sebastian wurde der klebende „Pech- Sebastian“...

Zeitgleich mit dem führenden Kart in die Box kommend, welches an der roten Haltelinie hielt, musste er dahinter fahrend natürlich auch halten und überfuhr die rote Linie, nachdem der Führende losgefahren war. Sebastian war zwar der Meinung, er hätte gehalten, was natürlich auch stimmte, aber er hätte noch ein weiteres Mal an der roten Linie halten müssen...

Wechsel auf Nikita Urgach...

Nikita wurde sofort in seiner ersten Runde vom Streckenposten in Halle 2 zu einer 5 sek. Zeitstrafe angehalten, was uns 3 Plätze kostete...nur noch Platz 5. Sebastian zog derweil wutentbrannt und extrem schwitzend (deshalb der klebende „Pech Sebastian“) seinen Helm aus.

Die premio- Anzüge sind anscheinend gut bis sehr gut gefüttert. Da wird es mal richtig warm drin...:-)

Von Platz 5 aus kämpften wir uns durch das Feld. Wir hatten im Vorfeld entschieden, kein Risiko bezüglich der Tankstopps einzugehen...

(-natürlich hätten wir auch auf eine 1 Stopp- Strategie setzen können -), aber das wurde seitens der Teamleitung einhellig bewusst verneint. 500 Runden mit einem Tank sind wir beim 24'er schon gefahren. Aber wir sind auch schon mit 478 Runden liegen geblieben in Köln. Garantiert waren diesmal 400 Runden.

    450 sollten also immer gehen.

     

    Strategie: 130 Runden (extrem kurzer Tankstopp) + ca. 450 Runden = 580 Runden, Rest: 420 Runden (langer Tankstopp nicht ganz voll).

    Es gab zudem nur einen einzigen Tankplatz...

    Wir hofften, mit unserer Strategie, (die uns zwar im Vorfeld etwas Zeit kostete aber zugleich auch Sicherheit verschaffte ohne Spritmangel durchzukommen) aus dem synchronen Tankfenster ( 500 + 500 Runden) herauszukommen, indem wir asynchron tankten und somit taktierten.

    Unsere Hoffnung war eigentlich ein regelrechter „Tankstau“ ab Runde 500 bei den restlichen Teams...

    Wenn 9 Teams tanken müssen à ca. 3-4 Minuten, dann ergiebt sich (zumindest rechnerisch) ein allgemeines Tankfenster von 27-36 min.).

    Witzigerweise war dem aber nicht so...

    Ab Runde 500 fanden lediglich 3 Tankstopps statt. Und zwar ohne Stau...alle anderen mussten wohl zwischen 400 und 500 getankt haben...

    Zum Ende des Rennens wurde die „Tankstimmung“ dann nochmal seitens der Rennleitung angeheizt...“wir haben gerechnet..ein paar Teams müssen nochmal tanken, sonst reicht der Sprit nicht..“

    ...hat aber gereicht...nanu?

    Nicht ein einziges Team ist wegen Spritmangel liegen geblieben...alle sind durchgekommen. Nun ja...hätte, könnte, sollte...wir sind „brav“ nach Anweisung gegangen, wollten kein Risiko eingehen.

    Hätten wir machen können, dann wäre es sehr wahrscheinlich Platz 4 geworden (heute nochmal durchgerechnet). Aber es wäre auch dann kein Podiumsplatz geworden. Von daher sind wir sehr zufrieden. Wir haben das Quali gemeistert mit Platz 5.

    Fazit: wir haben nun zum zweiten Mal im sprichwörtlichen Sinne „Erfahrungen“ sammeln können, was den Spritverbrauch angeht in Köln. Zu erwähnen sei final jedoch noch folgende Situation, die wohl ein wenig für Unmut bei unseren Kollegen von WLEN geführt hat:

    WLEN lag lange Zeit einen Platz vor uns. Es war mal über eine Runde Vorsprung. Dann irgendwann, als Sebastian rein ging zu seinem Stint noch knappe 14 sec (mehr als eine halbe Runde). Sebastian hat dem WLEN- Fahrer jedoch pro Runde zwischen 2 und 6 Zehntel abgenommen...zum Ende seines Turns war er dann dran und natürlich deutlich schneller. Der Fahrer von WLEN hat einmal und zweimal und dreimal die blaue Flagge bekommen. Sicherlich zu Unrecht, denn es ging ja um einen Positionskampf, den der Fahrer von WLEN jedoch sowieso verloren hätte. Sebastian war einfach eine knappe halbe Sekunde im Schnitt schneller.

    So gab es aber ein „kampfloses“ Überholen in Form einer – zugegebenrmassen nicht ganz gerechtfertigten - Zeitstrafe, was aber an dem finalen Ergebnis sowieso nichts geändert hätte...

    Zu erwähnen sei noch, dass Sebastian überdies noch die absolut schnellste Rennrunde mit einer gefahrenen 25,43 sec. für sich verbuchen konnte! Ach ja: last but not least...wir haben mit 5 Fahrern (diesmal auf vorher festgelegtem Kart 3) Platz 5 (!!!) herausgefahren...

    Aber es ist wie immer...

    Nr. 5 lebt... !!!