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Rennbericht AvD- Challenge, Hunsrückring Hahn, 04.09.2010

 

Da wir kein eigenes Team zusammenbekommen haben, starteten Rütt und Chris diesmal als Team “wir-lernen-es-nie” (WLEN) mit freundlicher Unterstützung durch Ralf “ET”. Als dritten Mann hatten wir dann noch Gerd von WLEN im Kader. Da es für uns Neuland war, war es gut, dass wir Gerd hatten, denn er konnte uns so manche Neuerung erklären. Nach dem Einchecken der Teams ging es dann los mit einem 45 minütigen Training. Hier war für uns bereits die erste Neuerung, denn da wir mit dem Tankinhalt des Karts sowohl das Training, als auch beide Quali's und dann einen Teil des Rennen fahren mussten, war es wichtig, das Training nicht voll auszukosten, um nicht in einen zusätzlichen Tankstopp geraten zu müssen. Es wurde mit Ausgleichgewichten gefahren, und da Chris gerade mal knappe 2kg über “Soll” auf die Waage brachte, musste die Taktik so ausfallen, dass er nicht mit leerem Tank in die Box kam, sondern immer erst danach wechselte um dann aufzutanken. Gleiches galt für Gerd, ihn konnten wir aufgrund zeitraubender Entnahme, bzw. Zugabe von Gewichten nicht mittendrin fahren lassen. Also entschlossen wir uns, Gerd jeweils im Schlussturn einzusetzen. Die beiden Quali's fuhren Chris und Rütt. Beide erreichten jeweils Startplatz 15. Gar nicht so schlecht, dafür, dass sie den Hunsrückring erstmalig kurz zuvor für je ein paar Minuten unter die Räder genommen hatten.Rennen 1 wurde gestartet. Die Taktik waren sehr schnelle Pflicht- Wechsel am Anfang, um danach alle drei Fahrer je eine knappe Stunde draussen zu lassen. Das klappte soweit auch sehr gut. Wir lagen danach zuerst zwar ganz hinten, hatten aber wie gesagt die ersten Pflichtstopps damit auch bereits erledigt. Rütt pflügte sich durchs Feld und dann geschah das Unfassbare: mal wieder traf es einen KSF- Fahrer mit technischem Defekt. Das Kart ging kurz vor Start/ Ziel einfach aus.Ab zur Technik- Crew. Der Techniker orgelte knappe 5 Minuten am Kart. Als es nicht ansprang, drehte er die Kerze raus. Die Elektrode war abgebrochen. Neue Kerze und wieder Georgel. Das Kart sprang nicht an. Ein Ersatzkart bekamen wir nicht, es wurde der komplette Motor getauscht. Diese Aktion hat eine knappe halbe Stunde gedauert. 28 Runden Rückstand auf den Führenden...das war's dann...Wir haben das Rennen zuende gefahren und zwischenzeitlich immer mal am Luftdruck experimentiert, in Ruhe getankt und das Ganze dann als zusätzlichen “Trainingslauf” für Chris und Rütt angesehen. WLEN- Scorpions waren ebenfalls vom Pech verfolgt mit einem technischen Defekt. Trotz alledem wurden wir nicht letzter, sondern haben uns immer noch auf den 17. Platz von 19 Teams retten können. Die Taktik für Rennen 2 war diesselbe wie bei Rennen 1 .Diesmal hatten wir jedoch Glück, das Kart hielt. Schnelle Wechsel am Anfang, dann das Feld von hinten aufrollen.Wir starteten von Platz 15. Chris hielt sich aus allen Positionskämpfen an der Spitze so gut wie möglich raus und machte dadurch in der ersten Runde einige Plätze gut, indem er die “im Gras festsitzenden” nun problemlos passieren konnte.:-)Nach den Pflichtwechseln übernahm dann Rütt für die erste Stunde. Zunächst fuhr er ein recht einsames Rennen ohne Positionskämpfe, doch als das erste vor ihm liegende Kart auf der Strecke auftauchte, reichte es – wie immer- ihm nur anzuzeigen, wen er sich holen soll. Interessant zu beobachten, wie ab diesem Moment die Rundenzeiten fielen... :-) “de Rütt” eben... Danach übernahm Chris, wir fuhren zum Tankstopp und ab ging's für die nächste Stunde.Auch er zeigte hervorragende Leistungen. Am Ende von Chris' Turn hatten die beiden es tatsächlich geschafft, inkl. 4 Pflichtwechseln und einem Tankstopp sich bis auf Platz 8 durchzukämpfen. Respektable Leistung! Gerd übernahm dann für die letzte Stunde das Kart. Auch er fuhr sehr ordentliche Zeiten, obwohl er natürlich aufgrunds des Gewichtnachteils von gut 20 kg nicht ganz an die Zeiten von Rütt und Chris rankommen konnte.Das zweite Rennen haben wir dann aber mit einem für uns ausserordentlich respektablem Platz 9 beenden können. Tolle Leistung für Jungs, die mehr oder weniger nur mal als “Gastfahrer” angetreten sind !!!

 

© Tilman Baldauf